eine erotische Reife Frauen Geschichte vom 02.07.2007
Blind Date

Meine Güte, bin ich aufgeregt! Reife Frauen sollten eigentlich wirklich selbstbewusster und lockerer an die Sache herangehen. Mit all der Erfahrung, die reife Frauen wie ich aufzuweisen haben, sollten sie etwas so simplem wie einem Blind Date ohne Herzklopfen gewachsen sein. Zumal wenn man wie ich sogar noch seit einiger Zeit reife Frauen Telefonsex macht, es also gewohnt ist, täglich mit ständig neuen fremden Männern am Telefon zu flirten und sich auszutauschen. Trotzdem kann auch meine wirklich reichhaltige Telefonsex Erfahrung nicht gegen das schreckliche Zittern meiner Hände ankommen, das ich seit etwa anderthalb Stunden spüre.
Vor anderthalb Stunden habe ich nämlich angefangen, mich auf mein Blind Date vorzubereiten. Jetzt fragen Sie sich vielleicht, wieso hat eine Frau, die Telefonsex reife Frauen macht, eine Frau, die also ständig neue Männer kennenlernt und private Kontakte ohne Ende haben kann, wenn sie nur mit dem Finger schnippt, wieso hat die es überhaupt nötig, sich auf ein Blind Date einzulassen? Sie haben natürlich ganz recht mit diesem Einwand. Nötig im eigentlichen Sinn habe ich ein Blind Date nicht. Wenn ich will, kann ich über die Telefonerotik jede Menge Verabredungen zu Treffen mit Männern erreichen, von denen ich sicher sein kann, sie stehen auf reife Frauen. Aber mit diesem Date liegt der Fall nun etwas anders.
Mit diesem Treffen tue ich einer guten Freundin von mir einen Gefallen. Sie gehört seit ihrer Scheidung vor zwei Jahren zu den Single Frauen und außerdem, ebenso wie ich, zur Kategorie reife Frauen; sie ist 46, und damit ein Jahr älter als ich. Mehr als ein Jahr nach ihrer Scheidung wollte sie von Männern überhaupt nichts mehr wissen; so sehr ich auch auf sie eingeredet habe, dass gerade reife Frauen private Kontakte zu Männern brauchen, dass das Leben einfach schöner ist mit einem Flirt. Sie muss sich ja nicht gleich fürs ganze Leben binden.
Erst vor drei Monaten hat diese Freundin – sie heißt übrigens Carola – dann angefangen, sich doch wieder für Männer zu interessieren. Über eine Kontaktanzeige im Internet hat sie viele interessante private Kontakte knüpfen können. Meinen Rat, es doch einmal mit dem Telefonsex reife Frauen zu versuchen, hat sie rundweg abgelehnt. Obwohl sie beim Telefonsex mindestens ebenso viele gutaussehende und nette Männer hätte kennenlernen können.
Aber ihr war die Telefonerotik zu direkt; sie wollte es lieber langsamer angehen lassen mit dem Flirten, und ein bisschen konnte ich sie mit diesem Wunsch auch verstehen. Nachdem sie eine Weile viel gemailt und gechattet hat, hatte sie insgesamt drei Kandidaten, mit denen sie sich zu einem Date verabredet hatte. Zu einem Date für einen lockeren Flirt oder vielleicht auch mehr.
Tja, und wie das Leben so spielt – gleich beim zweiten Date hat sie sich Knall auf Fall verliebt und wusste sofort, mit diesem Mann will sie zusammen bleiben. Das war wirklich Liebe auf den ersten Blick. Das Problem war nur – das dritte Date stand zu diesem Zeitpunkt bereits längst fest, und sie traute sich nun nicht, diesem Mann abzusagen, weil sie ihn nicht enttäuschen wollte. Deshalb ist sie auf die Idee gekommen, mich statt ihrer zu diesem Date zu schicken.
Zuerst habe ich ja protestiert; ich fand das ein wenig unfair, und außerdem hatten die beiden sich bereits ein wenig näher kennengelernt, und ich war für eine völlig Fremde. Auch Bilder hatten sie bereits getauscht; er musste es also sofort merken, ich war nur ein Ersatzmann oder vielmehr eine Ersatzfrau. Unter diesen Umständen war die Enttäuschung für ihn womöglich noch größer.
Sie bestand jedoch darauf, und am Ende gab ich nach. Immerhin war es noch erheblich fairer, wenn überhaupt jemand zum Date erschien, und sei es nur, um ihm die Absage zu überbringen, die Carola nicht auszusprechen wagte, als wenn er einfach umsonst wartete und versetzt wurde. Deshalb habe ich vorhin noch einmal geduscht, mich gründlich rasiert, Beine, Achselhöhlen und Intimbereich, habe mich sorgfältig geschminkt, mich hübsch angezogen und bin nun unterwegs zum Café, in dem das Treffen stattfinden soll. Meine Aufregung ist mittlerweile in echte Übelkeit umgeschlagen. Ich fühle mich gar nicht wohl bei diesem kleinen Betrug.
Kaum habe ich ihn im Café entdeckt, schlägt mein Unbehagen jäh um. Er erkennt mich natürlich nicht, denn auch wenn wir beide reife Frauen sind, sehen Carola und ich doch völlig unterschiedlich aus, allein schon weil sie blond ist, und ich bin brünett, aber ich weiß von seinem Foto, das Carola mir auf dem Computer gezeigt hat, sofort, wer er ist. Und er gefällt mir sehr gut, noch besser als auf dem Bild. Er ist noch sehr jung; mindestens zehn Jahre jünger als ich, aber wen stört das denn schon in einer toleranten, aufgeschlossenen Welt? Ansonsten ist er mit seinen dunklen Haaren und seinem offenen, bartlosen Gesicht sozusagen genau mein Typ ...
Ich gehe auf ihn zu und bleibe neben seinem Tisch stehen. "Sie sind sicher Roland, der auf Carola wartet?" frage ich ihn. Etwas verwirrt schaut er mich an, dann springt er auf und bietet mir einen Platz an. Hm, ich liebe höfliche junge Männer ... "Carola ist ganz überraschend etwas dazwischen gekommen", schwindele ich; eine kleine Notlüge, die mir eine höhere Macht eingegeben haben muss. "Weil sie Sie nicht mehr erreichen konnte, hat sie mich geschickt, Ihnen Bescheid zu sagen." Tief atmend lehne ich mich zurück. So, nun hat er die Gelegenheit, das Date sofort zu beenden, wenn ich ihm nicht gefalle, und ich fühle mich viel besser.
Er lächelt. "Wollen wir uns nicht duzen?" meint er. Ich nicke und nenne ihm meinen Namen. Es kommt mir vor, als würden wir uns schon länger kennen und uns nicht jetzt bei einem Blind Date das erste Mal begegnen. Irgendwie kommt seine Stimme mir auch merkwürdig vertraut vor. Ich überlege krampfhaft, wo wir beide uns schon einmal über den Weg gelaufen sein könnten.
In meinem Grübeln bemerke ich gar nicht, wie er bei meinem Namen stutzt. Gerade in diesem Augenblick kommt die Kellnerin an unseren Tisch. Er befragt mich zu meinen Wünschen und bestellt dann für uns beide. Trotz seines jungen Alters ist er ein vollendeter Kavalier; er wird mir immer sympathischer.
"Ich weiß, es klingt nach einem dummen Spruch", sagt er, als die Kellnerin wieder verschwunden ist, "aber sag mal, kann es sein, dass wir uns schon einmal begegnet sind?" Überrascht schaue ich ihn an. Wenn es ihm ebenso geht wie mir, spricht einiges dafür, dass dieses Blind Date tatsächlich nicht unsere Begegnung ist. Aber wo sollten wir uns getroffen haben? Sein Aussehen, sein Gesicht, seine Gestalt kommen mir auch gar nicht bekannt vor, nur seine Stimme ist es, die Erinnerungen weckt, die ich jedoch bisher noch nicht einordnen kann.
Auf einmal kommt mir die Erleuchtung. Natürlich! Ich kenne nur seine Stimme, aber die dafür sehr intim und sehr verführerisch ... Puterrot im Gesicht überlege ich gerade, wie ich ihm meine Erkenntnis vorsichtig nahebringen kann, da scheint es auch ihm zu dämmern, und er lacht laut auf.
"Sag mal, kann es sein, dass du Telefonsex reife Frauen machst?" erkundigt er sich. "Und kann es weiter sein, dass wir beide schon einmal am Telefon miteinander geflirtet haben? Ich stehe nämlich unheimlich auf erfahrene, reife Frauen." Verlegen nicke ich. Er scheint das gar nicht merkwürdig oder gar peinlich zu finden, und so schwindet bald auch meine Verlegenheit.
Ja, und obwohl dieses Blind Date nun eigentlich doch gar kein Blind Date ist, wird es doch auf jeden Fall ein äußerst angenehmes und interessantes Date werden, das ahne ich jetzt schon....




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